Schemen

Schemen vom Selbst
Schemen vom Selbst

In diesen besonderen Augenblicken zwischen Wachen und Schlafen fühle ich mich noch nicht wie ich. Auch am Tag mit offenen Augen passiert es, dass ich mich phasenverschoben fühle. Mal voraus gesetzt, dass man sich so fühlen kann. Es ist so wie ich es beschreibe. Diese Aufnahme, die Herr Zufall gemacht hat, illustriert das Gefühl sehr treffend.
Ich will ja niemandem etwas unterstellen, doch meine ich, solches Abdriften in eine parallele Welt auch schon bei anderen Passanten beobachtet zu haben.
„Hallo? Träumst Du?“
So und ähnlich klingt es dann, wenn man von freundlichen Mitmenschen aus der Sphäre gerissen wird. Aber wo war man eigentlich?
Es gibt gute Gründe das Bewusstsein nicht ganz so wichtig zu nehmen. Diese unscharfen Augenblicke und die lange Zeit des Schlafes ist eine gewaltige Portion Unbewusstsein.
Ich lese immer gerne von der Erweiterung und Veränderung von Bewusstsein. Als wäre das eine große Kunst. Einmal ein paar Augenblicke nur mit einem unveränderten Bewusstsein auszuhalten, dass muss man können, wenn man von Beherrschung schreibt. ;-)
Sein Bewusstsein unverändert und konzentriert zu halten, ist vielleicht auch ähnlich fatal, als würde man die Erde in ihrer Drehung aufhalten?
Und wer weiß schon sicher in welche Richtung er sich im nächsten Augenblick dreht?
Das Bild hat den normalen Moment eingefangen. Ich sitze selten einmal ruhig. Irgendwie bin ich oft auf dem Weg von a nach b.

Traumflimmern und Masterplan

TraumflimmernIm November ändert sich die Stimmung. Die Uhren sind wieder eine Stunde verdreht und die ersten gewichtigen Feiertage sind absolviert. Es riecht bereits nach Jahresende. Die vorläufige Bilanz sieht erfreulich aus. Seit Juli bin ich wieder Teil eines Arbeitsgefüges und so langsam fühle ich mich heimisch. Immerhin finde ich sowohl den Kaffeeautomaten, als auch den Abort selbständig.
Am Morgen steht jetzt Nebel in der Straße, damit ist der Winter unausweichlich. Es ist auch wieder ein paar Grad kälter geworden.
Meinen 2011ten Tweet habe ich in die Welt entlassen. Sicher habe ich im vergangenen Jahr einige mehr gelesen. Etwas über 150 Beiträge habe ich in diesem Blog verankert, im zweiten Halbjahr 2011 und über 500 Beiträge habe ich zu Google+ beigetragen. Über 780 Googlenauten haben mich in ihre Kreise aufgenommen. Insgesamt ein persönlicher Erfolg im Social Magix.

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Das Internet gibt es noch garnicht

oder Alptraum in einer vernetzten Welt

Ein Vortrag von Prof. Dr. Gunter Dueck, der nicht nur informativ ist, sondern auch wunderbar unterhaltend. Herr Dueck ist sicher ein erfahrener Redner. Als Cheftechnologe bei IBM kommt er des öfteren zu Wort. „Der Vortrag von Prof. Dr. Gunter Dueck war eines der Highlights auf dem ZVEI-Jahreskongress 2011 in Berlin.“ So in der Beschreibung zum auf Youtube.
Der Professor stellt seine Gedanken auch im Sinnraum, seinem Blog, vor. Dort kann man seiner Philosophie gründlich auf den Zahn fühlen. Wer gerade eine Stunde übrig hat kann jedoch auch

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Stell Dir vor es ist Demokratie…

Bundestag… und alle machen mit!
Aus der vergangenen Nacht ist mir ein wunderliches Traumbild in Erinnerung geblieben. Der Bundestag hat sich damit abgefunden, dass die Deutschen nicht nur schnelle Anschlüsse ans in ihren Wohnungen haben, sondern das sie diese auch benutzen wollen. Zuerst taten die Politiker noch etwas schwerfällig und offerierten ein virtuelles Petitionssystem. Damit rollt der Volkswille eher langsam auf die zu und  den Regierenden bleibt ausreichend Zeit sich zu wappnen.
Die Deutschen ließen sich davon aber nicht abschrecken. Immer mehr beteiligten sich in Foren und Newslisten am Geschehen und so mancher Politiker ertrank in einer Flut Emaillien aus der Mittelschicht. Es ist im ja alles so schön einfach, offenbar vernünftige Einsichten setzen sich da manchmal durch. Manchmal wird es aber auch völlig wirr, das gebe ich gerne zu.
Nun kam es im Bundestag zur digitalen Revolution. Die Sitzungen und Debatten wurden live und direkt ins Internet gestellt. Via Chat konnten die registrierten Zuschauer ihre Fragen und Anregungen direkt in die Debatte einbringen und ein Abstimmungssystem in Echtzeit gab über dem Kopf des Redners immer an, wieviele Bürger gerade online waren und dem Stream folgten. Zugleich konnten die Zuschauer auch ihre Stimme abgeben, je nachdem ob sie dem Beitrag zustimmten oder ihn eher ablehnten. Redner die mehr als 60% negative Bewertungen bekamen, durften gleich wieder auf ihren Platz im Plenum zurückkehren.

Famos fand ich, das mit einem Mal die Arbeitslosen und Ausgegrenzten eine gewichtige Stimme hatten, sie hatten schließlich die Zeit und den Elan dem Treiben im Bundestag ganztäglich am Monitor zu folgen und fleißig die Votingtasten zu bedienen.

Seltsam, aber so habe ich es geträumt.

*Das Foto aus dem Bundestag ist von Mathias SiegmundBestimmte Rechte vorbehalten