
- Schemen vom Selbst
In diesen besonderen Augenblicken zwischen Wachen und Schlafen fühle ich mich noch nicht wie ich. Auch am Tag mit offenen Augen passiert es, dass ich mich phasenverschoben fühle. Mal voraus gesetzt, dass man sich so fühlen kann. Es ist so wie ich es beschreibe. Diese Aufnahme, die Herr Zufall gemacht hat, illustriert das Gefühl sehr treffend.
Ich will ja niemandem etwas unterstellen, doch meine ich, solches Abdriften in eine parallele Welt auch schon bei anderen Passanten beobachtet zu haben.
„Hallo? Träumst Du?“
So und ähnlich klingt es dann, wenn man von freundlichen Mitmenschen aus der Sphäre gerissen wird. Aber wo war man eigentlich?
Es gibt gute Gründe das Bewusstsein nicht ganz so wichtig zu nehmen. Diese unscharfen Augenblicke und die lange Zeit des Schlafes ist eine gewaltige Portion Unbewusstsein.
Ich lese immer gerne von der Erweiterung und Veränderung von Bewusstsein. Als wäre das eine große Kunst. Einmal ein paar Augenblicke nur mit einem unveränderten Bewusstsein auszuhalten, dass muss man können, wenn man von Beherrschung schreibt. ![]()
Sein Bewusstsein unverändert und konzentriert zu halten, ist vielleicht auch ähnlich fatal, als würde man die Erde in ihrer Drehung aufhalten?
Und wer weiß schon sicher in welche Richtung er sich im nächsten Augenblick dreht?
Das Bild hat den normalen Moment eingefangen. Ich sitze selten einmal ruhig. Irgendwie bin ich oft auf dem Weg von a nach b.
Im November ändert sich die Stimmung. Die Uhren sind wieder eine Stunde verdreht und die ersten gewichtigen Feiertage sind absolviert. Es riecht bereits nach Jahresende. Die vorläufige Bilanz sieht erfreulich aus. Seit Juli bin ich wieder Teil eines Arbeitsgefüges und so langsam fühle ich mich heimisch. Immerhin finde ich sowohl den Kaffeeautomaten, als auch den Abort selbständig.