Prosa des Augenblicks

Werte Donnerbatzen,

Werbeaufkleber ab und an fällt mir ein Gedicht aus dem Gesicht. Ein Blog ist doch genau der richtige Platz, um es Dir zu präsentieren, oder?

In den letzten Wochen ist mal wieder alles im Umbruch. Die „Maßnahme“ geht zuende, ich versuche händeringend eine schöne Wohnung zu finden und trotz Fachkräftemangel habe ich auch noch keinen Arbeitgeber gefunden, der es einmal mit mir probieren möchte. Die Hoffnung stirbt bekanntermaßen zuletzt.

Ein paar Aufkleber habe ich entworfen, die auf ganz normale Adressetiketten passen. Ich bin schon bei der letzten Edition überrascht worden – die kleinen Kleber halten sehr lange durch, trotz Regen, Wind und Wetter. Werde die Tage mal die Druckbögen als PDF hier einstellen, falls Du Lust bekommst, Werbung für diese Seite zu machen.

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Hilfe naht

Die Suche nach einem neuen Fokus
bedeutet Entschlossenheit und
Verzicht. Wer sich ein Ziel wählt,
verzichtet auf unendlich viele andere.

Sitzen und die Menschen schauen.
Sie gehen vorbei, jeder der Protagonist
im eigenen Drama.

Die hohe Kunst im Leben ist es, nicht
den Humor zu verlieren. Jede Tragödie
ist im Kern eine Komödie.

Es wimmelt von Mackern und Schicksen.

Ich sitze und warte. Es gibt nichts
zu tun. Einen weiteren Kaffee bestellen,
vielleicht. Wieder ein paar Worte und
ein Lächeln gegen Geld.

Die Sonne lacht heiß vom Himmel;
Schweiß auf meiner Stirn.

Der Vagabund

Freiheit, das ist die Sehnsucht nach Gesellschaft.
Schweigen,
das Herz voll Schmerz. Ohne Haus, der Himmel ist
mein Zelt. Der Horizont ist die Grenze meines Blicks.
Die Ziele der Lohnsklaverei sind nicht meine.
Die Liebe hat ihre Versprechen
nicht eingelöst.

Ohne Anschluß, die Einsamkeit des Eremiten fällt
mich auf Plätzen und Märkten an. Wehmut.
Da ist eine reine Kraft am Werk:
sie heißt Existenz.

Dasein im Hier und Jetzt, ohne zu wissen wo das ist.
Ein neuer Tag – mein Schicksal wird sich erfüllen.

Alles ist Nichtigkeit.