Stell Dir vor es ist Demokratie…

Bundestag… und alle machen mit!
Aus der vergangenen Nacht ist mir ein wunderliches Traumbild in Erinnerung geblieben. Der Bundestag hat sich damit abgefunden, dass die Deutschen nicht nur schnelle Anschlüsse ans Internet in ihren Wohnungen haben, sondern das sie diese auch benutzen wollen. Zuerst taten die Politiker noch etwas schwerfällig und offerierten ein virtuelles Petitionssystem. Damit rollt der Volkswille eher langsam auf die Politik zu und  den Regierenden bleibt ausreichend Zeit sich zu wappnen.
Die Deutschen ließen sich davon aber nicht abschrecken. Immer mehr beteiligten sich in Foren und Newslisten am Geschehen und so mancher Politiker ertrank in einer Flut Emaillien aus der Mittelschicht. Es ist im Traum ja alles so schön einfach, offenbar vernünftige Einsichten setzen sich da manchmal durch. Manchmal wird es aber auch völlig wirr, das gebe ich gerne zu.
Nun kam es im Bundestag zur digitalen Revolution. Die Sitzungen und Debatten wurden live und direkt ins Internet gestellt. Via Chat konnten die registrierten Zuschauer ihre Fragen und Anregungen direkt in die Debatte einbringen und ein Abstimmungssystem in Echtzeit gab über dem Kopf des Redners immer an, wieviele Bürger gerade online waren und dem Stream folgten. Zugleich konnten die Zuschauer auch ihre Stimme abgeben, je nachdem ob sie dem Beitrag zustimmten oder ihn eher ablehnten. Redner die mehr als 60% negative Bewertungen bekamen, durften gleich wieder auf ihren Platz im Plenum zurückkehren.

Famos fand ich, das mit einem Mal die Arbeitslosen und Ausgegrenzten eine gewichtige Stimme hatten, sie hatten schließlich die Zeit und den Elan dem Treiben im Bundestag ganztäglich am Monitor zu folgen und fleißig die Votingtasten zu bedienen.

Seltsam, aber so habe ich es geträumt.

*Das Foto aus dem Bundestag ist von Mathias SiegmundBestimmte Rechte vorbehalten

Die geliebte Bundesregierung

Nimm es einfach mit Humor. Ein guter Ratschlag. Wenn nichts mehr hilft, dann kleben wir uns einfach ein breites Grinsen ins Gesicht… das sagt auch der Stresscoach. Dank Krizzi’s Blog habe ich dann auch mal wieder etwas gefunden, das mir das Grinsen ins Gesicht zwingt: Die geliebte Bundesregierung.

Mitlaeufer

Die Masse kennt sich nicht aus und will ja auch nie so richtig nachdenken, um so leichter ist es einfach ein Mitläufer der geliebten Bundesregierung zu werden und denen das Denken zu überlassen, die es eh nicht lassen können.

Vollbeschäftigung, Arbeit für Alle und eine wettbewerbsfähige deutsche Wirtschaft – die Ziele der geliebten Bundesregierung sind klar, verständlich und umsetzbar. Endlich hat die Realpolitik ins Netz gefunden!

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Klimagipfel Kopenhagen 2009

Atlas, it´s time for your bathVom 7. bis zum 18. Dezember geht es in Kopenhagen um die Sache des Klimas. Dabei mühen sich wieder Darsteller aus allen Lagern für ein unterhaltsames Rahmenprogramm zu sorgen. Demonstranten (wahrscheinlich die üblichen Touristen) und kopenhagener Polizei führen das bekannte Stück: „Wir sind gegen alles! Hauptsache Kravall!“ auf.

„Nach nächtlichen Ausschreitungen am Rande des Klimagipfels in Kopenhagen hat die dänische Polizei mehr als 200 Menschen festgenommen. Randalierer errichteten am Montagabend brennende Barrikaden nahe der alternativen Wohnsiedlung Christiania und griffen die Polizei mit Molotow-Cocktails an,…AFP via Google-News.

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Arbeit – Sinn des Lebens [ARTE]

Arte veranstaltete eine Diskussion über Wert und Bedeutung von Arbeit für unser Leben und unsere Gesellschaft. Ist der Mensch tatsächlich für die Arbeit geschaffen? Eine wichtige und unterhaltsame Stunde mit verschiedenen Menschen und Meinungen. Durchaus kontrovers werden Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der Arbeit diskutiert und die Videothek bei Youtube.com hat es für uns aufgenommen. :-)
Die Gäste der Debatte, bei „Paris-Berlin“ am 19.11.2009, waren Daniel Tyradellis, Dominique Méda, Sophie de Menthon und Paul Ariès, moderiert von Isabelle Giordano.

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Der gläserne Deutsche

Haben wir unsere Daten noch im Griff? Das darf mit Fug und Recht wohl sicher bezweifelt werden. Unmengen an personenbezogenen Daten werden jeden Tag erfaßt und zusammengetragen. Wir haben ein Recht darauf zu erfahren, wer welche Daten von uns aufbewahrt und benutzt, hat das Bundesverfassungsgericht 1983 entschieden. Doch wer hat wirklich da noch den Über- und Durchblick?
Das ZDF geht der Sache mit einer Dokumentation auf den Grund. Es scheint, als haben die meisten von uns inzwischen längst aufgegeben sich über den Datengebrauch einen schweren Kopf zu machen.
Bei Google-Video findet sich die 44 minütige Dokumentation vom April 2009 zum Ansehen.

Du kannst dir das Video auch in der ZDF Mediathek ansehen, also frisch vom Hersteller. Viele Fallbeispiele machen noch einmal neu sensibel für ein heikles Thema. Unbedingt zum Ansehen und Weiterempfehlen empfohlen.

Klimagipfel 2009 <-> Die CO2-Rechnung

Klimagipfel2009

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Klima ist mehr als einfach nur ein Wetterbericht. Es geht uns alle an und wir sind alle verantwortlich, das liegt auf der Hand. In den paar Dekaden, die ich auf dieser Welt wandle, hat sich bereits mehr verändert in der Umwelt, als in vielen Jahrhunderten zuvor. Die Gletscher verschwinden, die Polkappen sind klein wie nie und es wird immer wärmer. Alles hängt irgendwie mit allem zusammen.
Lange Reden verschärfen das CO2-Problem. Hoffen wir, das der Gipfel zu einer ähnlichen Dynamik findet, wie der Klimawandel.

Blogpatenschaften

Die moderne Welt ist ein gewaltiges Netzwerk. Über den Erfolg oder Mißerfolg einer Sache, sei sie noch so engagiert vorgetragen und einer noblen Idee verpflichtet, entscheidet oft genug der Grad an Bekanntheit, den sie erreicht. Die Öffentlichkeit zu erreichen und eine breite Kontaktfläche anzubieten, ist eine wichtige Aufgabe für jedes Projekt, doch nicht die einzige.

BlogpatenschaftenViele Initiativen, gerade die kleinen lokalen Projekte, werden von Ehrenamtlern und Freiwilligen organisiert. Diese widmen ihre Freizeit den Zielen und Aufgaben ihrer Sache und oft genug fehlen Zeit, Energie oder die notwendigen Kenntnisse um das Internet für Werbung und die Suche nach Unterstützung einzusetzen. Weniger internetaffinen Menschen einen Zugang zum Netz zu verschaffen oder über Projekte zu berichten, die sich mit den „Stiefkindern“ im Nachrichten-Mainstream befassen, hat man sich bei den Blogpatenschaften vorgenommen. Bereits im April 2008 gabe es dazu einen ersten Aufruf an BloggerInnen und Neugierige, um eine Brücke zwischen Onlinern und Offlinern zu schlagen. Und bis heute sind schon einige Blogger zu Paten geworden und dem Aufruf gefolgt: Wir vernetzen Dich!

Auch dieses Blog ist Blogpate und ich bin schon sehr gespannt, ob jemand die Möglichkeit, als Gastautor einen Artikel über sein Projekt zu veröffentlichen, nutzen wird.

Wir denken, dass Blogpatenschaften dabei helfen können, weniger internetaffinen Menschen die Vorteile des Web 2.0 zu vermitteln. So gibt es z.B. wirklich viele Leute, die was zu sagen haben, aber nicht auf die Idee kommen, dass ihnen das Internet dabei behilflich sein könnte. Erfahrene Blogger(innen) können Know-How weitergeben, Interessierten das Gastbloggen ermöglichen oder eine Patenschaft über eine Person oder ein bereits bestehendes Projekt übernehmen. – About

Mit der offenen Plattform wurde dann auch ein Blog für Alle geschaffen, die kein eigenes Blog haben oder haben wollen. Dort kann man auch als Gastblogger seine Artikel veröffentlichen.

Also, gemeinsam für eine bessere Zukunft.

Noch 5 Tage bis zur Hessen-Wahl 2009

Liebe Politiker, werte Hessen!

Am 18. Januar stehen in Hessen wieder Wahlen an. Ein zweiter Versuch. Froh wer in NRW zuhause ist, da kann man doch sehr gut Ratschlagen und mit Denkmodellen spielen. Eine Landtagswahl, die allein schon wegen des letztmaligen Disasters, besondere Aufmerksamkeit verdient. Schließlich hatten sich die Hessen eine Regierung gewählt, die einfach nicht regieren wollte. Sowas passiert nicht so oft.

Eben genau die Gelegenheit für die Hessen ihre Kandidaten gründlich zu prüfen und dann ein politisches Experiment zu wagen. Pateien und Wählergruppen stehen zur Wahl, keine einfache Sache. Rettet die Wahlbeteiligung liefert eine Übersicht über die großen Parteien und zeigt die Wege sich über alle Gruppen und Parteien zu informieren. Die Liste ist noch von der vergangenen Wahl und einige der aufgeführten Links führen leider ins Off und die Familienpartei kann nicht antreten. Eine traurige Geschichte. Die Initiative des Ried Verlag läßt auch Sachverständige zur Wahlbeteiligung zu Wort kommen. Und dessen Anmerkung kann wohl auch für 2009 gelten. :-)

Die Wahlenthaltung gehört ebenso zur Demokratie wie die Wahlbeteiligung. Bürger werden vor allem dann wählen, wenn es politische Angebote gibt, die sich inhaltlich und personell unterscheiden. Wird nur Einheitsbrei vorgesetzt, darf man sich über eine geringe Beteiligung nicht wundern. 60 bis 70 Prozent, wie in Hessen, sind durchschnittlich für eine Landtagswahl, verglichen mit den östlichen Bundesländern sogar gut. -Dr. Wüst

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