Äthiopien: Vier Cent für fünf Früchte

Kurzmitteilung

Und selbst das wäre nicht genug, meint die regionale staatliche Investitionsagentur: »Eine Fabrik mit gut ausgebildeten Leuten? Die Mangosaison dauert doch höchstens drei Monate«, sagt dort ein junger Mann. »Was wir brauchen, ist ein Großinvestor, der einen Damm baut, das Land bewässert und andere Früchte wie Orangen und Avocados anbaut. Dann könnte die Saftfabrik das ganze Jahr laufen, der Investor wird reich, und bei uns vergammeln keine Mangos mehr.« - via Ernteverluste: Vier Cent für fünf Früchte.

Verteilungsprobleme

Das ist schon besonders traurig. Da strengt sich der gute Melesses an und erwirtschaftet gute Ernteerträge und doch nutzt es weder ihm noch hungrigen Nachbarn, weil einfach die Strukturen fehlen, die Ernte zu vermarkten.
Es fehlt an Fachkräften und ordentlicher Infrastruktur. Ein reicher Investor ist das eine, eine andere Form von Entwicklungshilfe wäre wohl möglich auch eine echte Hilfe. Zum Beispiel könnte man bei uns arbeitslose Fachkräfte drei vier Monate ausleihen, damit sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen direkt an die Menschen in Äthiopien und anderswo weitergeben können. Ich träume halt gerne.

Informationen für kritische Einkäufer

Jedem Konsumenten ist heute klar, dass er dem Groß- und Einzelhandel nicht unbefangen und vertrauensvoll begegnen kann. Oft versprechen die Etiketten auf den Produktverpackungen mehr oder Anderes, als uns dann vom Inhalt erfüllt wird.

Im Internetz hat mir mein Bruder zwei Seiten von foodwatch.de empfohlen, die nicht nur eine Fülle kaufentscheidender Informationen für Kunden anbieten, sondern auch noch unterhaltsam geschrieben sind.

Tütensuppen ohne Geschmacksverstärker, Milch von garantiert glücklichen Kühen, gesunder Kinderjoghurt und Frühstücksflocken, die fit machen. Alles da, zum Greifen nah?

Schön wär’s. Aber nicht nur die Tütensuppe lügt. Im Supermarkt gilt: Glauben Sie nicht, was auf der Packung steht. Denn die Lebensmittelindustrie kann eines ganz besonders gut: Verbraucher täuschen. Und die Täuschung hat System.

Darum entlarvt die foodwatch-Kampagne „abgespeist“ Werbelügen und Werbelyrik und zeigt, was dahinter steckt. – http://www.abgespeist.de/ueber_uns/index_ger.html

Für alle entnervten Verbraucher und Konsumenten, die gerne einmal Ihre Meinung an den richtigen Stellen los werden wollen, werden auf den Seiten auch gleich einige Mitmach-Aktionen angeboten. Da bekommt die Beschwerde-Mail gleich einen Empfänger, der etwas mit der Kritik anfangen kann oder sie im besten Fall mindestens verdient hat.

Einkaufen ist mehr als eine Kunst

Kritische Verbraucher und pingelige Pfennigfuchser,

nicht das der Supermarkt euch schon vor die gewaltige Qual der Wahl stellt, jetzt sollt ihr auch noch kritisch, mündig und verantwortungsbewußt sein. Sparen ist nicht alles und Geiz ist nur auf dem Plakat geil. Dabei möchte ich einmal anmerken, daß die Auswahl insgesamt abgenommen hat und das Brötchen viel zu teuer sind.

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