Und selbst das wäre nicht genug, meint die regionale staatliche Investitionsagentur: »Eine Fabrik mit gut ausgebildeten Leuten? Die Mangosaison dauert doch höchstens drei Monate«, sagt dort ein junger Mann. »Was wir brauchen, ist ein Großinvestor, der einen Damm baut, das Land bewässert und andere Früchte wie Orangen und Avocados anbaut. Dann könnte die Saftfabrik das ganze Jahr laufen, der Investor wird reich, und bei uns vergammeln keine Mangos mehr.« - via Ernteverluste: Vier Cent für fünf Früchte.
Verteilungsprobleme
Das ist schon besonders traurig. Da strengt sich der gute Melesses an und erwirtschaftet gute Ernteerträge und doch nutzt es weder ihm noch hungrigen Nachbarn, weil einfach die Strukturen fehlen, die Ernte zu vermarkten.
Es fehlt an Fachkräften und ordentlicher Infrastruktur. Ein reicher Investor ist das eine, eine andere Form von Entwicklungshilfe wäre wohl möglich auch eine echte Hilfe. Zum Beispiel könnte man bei uns arbeitslose Fachkräfte drei vier Monate ausleihen, damit sie ihr Wissen und ihre Erfahrungen direkt an die Menschen in Äthiopien und anderswo weitergeben können. Ich träume halt gerne.