Mach doch mal eine Maßnahme (caput 3)

MassnahmeWie man kommt gegangen, so wird man auch empfangen. Auf der Suche nach dem Arbeitsplatz stellt die Bewerbung die erste Hürde dar, daher befassen wir uns in den ersten beiden Wochen der einmal mit der schriftlichen Bewerbung und einigen Überlegungen zum gelungenen Vorstellungsgespräch.

Neben der Zusammenfassung der ersten Wochen der Maßnahme „Zukunftscheck“ will ich die Gelegenheit nutzen und auch auf die Weiterbildungsmesse der IHK Köln an diesem Wochenende hinweisen. Es gibt inhaltliche Überschneidungen und der Besuch der war auch eine Empfehlung, die ich in der Maßnahme erhielt. Wer Fort- und Weiterbildung auf seinem persönlichen Entwicklungszettel notiert hat, kann dort vielleicht Anregungen finden und sich gleich mit einem der Anbieter von Bildungsangeboten in Verbindung setzen.
Ich habe mir einen Besuch bei der IHK für Samstag fest vorgenommen, vielleicht laufen wir uns ja über den Weg. Gegen so ein direktes Gespräch ist nichts einzuwenden und wir können die Angebote und Informationen gleich kritisch diskutieren.

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Mach doch mal eine Maßnahme (caput 2)

Foto vom Autor

Greifen sie nochmal an, so sagte man mir in der , die ich im August besuchte. Und ein freundliches Bewerbungsfoto habe ich auch bekommen. Was sollte mich da noch aufhalten?

Am Besten ich fange vorne an. Nachdem ich einige Monate krank gewesen bin und das Bett bewachen musste, traf ich mich im Juni wieder einmal mit meinem freundlichen Kundenbetreuer bei der . Im Gegensatz zu vielen anderen Stimmen, möchte ich mich nicht über die beschweren. Nicht das es da nichts gäbe, das einer Beschwerde wert wäre, doch mein Kundenbetreuer ist sicher die falsche Adresse.
Nun, da ihm verständlicherweise weiterführende medizinische Kenntnisse fehlen und ich auch nicht wirklich ein Medizinmann bin, gefiel uns die Idee einer Maßnahme, die sich mit meiner Gesundheit in Bezug auf das Arbeitsleben auseinandersetzt. Zudem sollen die Teilnehmer der Maßnahme auch in verschiedenen Gewerken die Möglichkeit finden, sich bisher unbekannte Arbeitsfelder einmal näher anzusehen. Soweit der Flyer und die Theorie.
Nun bin ich kein unfreiwilliger Teilnehmer gewesen, wie anderer die ich dort traf.

massnahme

Das Angebot kam mir entgegen. Zuerst einmal hatte ich das Glück, das mein Hausarzt bereits herausgefunden hatte,  dass ich keine bleibenden oder chronischen gesundheitlichen Probleme habe. So konnte ich mich ganz auf das pädagogisch/psychologische Angebot konzentrieren und nach einem neuen Berufsbild suchen. Die Kernfrage ist, will ich arbeiten und wenn ja, als was?
Schon zweimal war ich Teilnehmer einer ähnlichen Maßnahme beim ZAPF in Niehl, dort stand aber meine Gesundheit nur als Nebensache zur Begutachtung. Während des „Zukunftcheck“ soll meine Psyche und meine körperliche Leistungsfähigkeit jedoch auch bewertet werden. Das macht eine ganze Menge Informationen, die ich bewußt und unbewußt offenbaren soll.

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Mach doch mal eine Maßnahme (caput 1)

Weg in die massnahmeWenn man nicht mehr weiter weiß, dann führt der Weg zuerst einmal in eine Maßnahme. Das ist ein ausgegliedertes Angebot der ArGe an den arbeitslosen Kunden.
So würde ich es kurz zusammen fassen. Im Lauf der letzten Jahre hatte ich das Vergnügen an 5 Maßnahmen teilzuhaben, ich kann also mit einiger Erfahrung über die Dinge schreiben. Durch Gespräche mit den Akteuren in und um diese Maßnahmen konnte ich meine Perspektive noch ausbauen.

Im Kreis der Menschen, die man regelmäßig außerhalb des virtuellen Netzwerks trifft, erzählte ich dann schon mal Anekdoten aus der Maßnahme, mal lustig, mal makaber, so wie andere schon mal etwas von der Arbeit erzählen.  Oft genug meinten die Zuhörenden dann, dass es das Thema auch wert sei, in einem Text berichtet zu werden.  So ermutigt will ich es dann einmal versuchen. Es bleibt wohl nicht aus, dass ich im Lauf meiner Berichterstattung auch einmal die eine oder die andere Organisation benennen möchte. So wird es dann ja auch konkret und fassbar. Wo ich kann, füge ich die entsprechenden Verweise ins weite Internetz hinzu.

Eine Auseinandersetzung mit , Arbeitslosigkeit, in Deutschland und der Rolle von ArGen & Co. im Spiel ist keineswegs eine rein rationale. Zu intensiv sind die Gefühle der beteiligten Menschen und zu bedeutsam sind die Werte, die in einer solchen Auseinandersetzung berührt werden.
Sicher provoziert eine schriftliche Erörterung des Themas auch einige kontroverse Kommentare. Dazu möchte ich gleich darlegen, dass ich im Folgenden auf meine persönliche Wahrnehmung angewiesen bin und ich nicht mehr formuliere, als meine eigene Meinung und Ansicht. Dies mag nicht in allen Dingen vollständig, umfassend oder gar objektiv sein, ich freue mich auf jede Erweiterung, Ergänzung und konstruktive Kritik.

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Adorno Zitat reicht für den Verdacht der Volksverhetzung

ein freundWillkommen in Absurdistan!

Das Erwerbslosen Forum Deutschland setzt sich für Menschen ohne Arbeit ein. Ein Forum von und mit Menschen, die versuchen mit und von dem zu Leben, was seit vom sozialen Staat übrig geblieben ist. Das dabei gerade ein Zitat von Theodor W. Adorno den Verdacht der Volksverhetzung nährt, mag als besondere Note durchgehen.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt schon seit vergangenem Jahr gegen das ELO-Forum. Im Forum wurde Verständnis geäußert, für den offensichtlich gestörten Menschen, der in der Aachen eine Geiselnahme veranstaltete. Die Geiselnahme ist glimpflich verlaufen. „Am Mittwoch hatte eine 46 jährige Frau zwei Mitarbeiter des Jobscenter in Aachen als Geisel genommen. Das Tatmotiv ist bisher ungeklärt . Eine Stunde hielt die Geiselnehmerin die beiden Mitarbeiter in ihrer Gewalt und bedrohte diese mit einer Waffe.“ – aus Geiselnahme im ARGE. Die Täterin war mit einer Luftdruckpistole bewaffnet.

In der Abhängigkeit von einer öffentlichen Dienststelle zu leben, ist ein Leben in einer Grenzsituation. Der Amoklauf der Frau in der ARGE ist sicherlich in keinem Fall gut zu heißen, doch ändert das nichts an der Situation, daß man durchaus Verständnis für ein solches Handeln aufbringen kann. Menschen in extremen Situationen zeigen oft auch ein extremes Verhalten und Verständnis ist ein Weg sich die Faktoren deutlich zu machen und vielleicht zu Veränderungen zu finden. Weiterlesen

Arm und Reich

Vagabunden und Streuner,

Bild aus dem Comicsammelband 1003 Gespenstergeschichten, 1993die Reichen sind wieder reicher geworden und die Armen sind mehr geworden. Eine relativ kleine Gruppe von Deutschen besitzt 2/3 von Allem und hat offenbar kein Gewissen. Es stört sie nicht beim Hummerhäppchen, daß ein paar Kilometer entfernt Menschen ihres Volkes hungern und darben. Kinder ohne Nahrung und ohne Bildung. In zwei Generationen werden wir dann endlich wieder dumme Leibeigene haben. Reichsein soll sich doch auch lohnen!

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung, DIW Berlin, berichtet in einer aktuelle Pressemitteilung von einer neuen Untersuchung der Verhältnisse!

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Aktionstag ARGE Köln – 3. Dezember

Hartzer und Sympatisanten!

Unsere Demokratie wird nicht am Hindukusch verteidigt. Da wo sich die Schwächsten unserer Gesellschaft treffen, dort wird um die Grundrechte gestritten. Die bürokratische Grundstruktur unseres Staates ist das eigentliche Kampfgebiet. Beamtete Besitzstandswahrer gegen eine Modernisierung unserer Gesellschaft, das scheint das Credo im öffentlichen Verwaltungsdienst.

Bild aus einem Gespenstercomic

Das [Erwerbslosenforum] sammelt nicht nur Stimmen von Armen im Internet, es organisiert auch gegen die Willkürklausel aus Ermessen und dem Angemessenen. Das Theorie und Praxis bei der nicht zusammen passen, darf nicht länger auf dem Rücken der „Kunden“ ausgetragen werden!

Nach dem Aktionscamp vor der ARGE Köln am 1. und 2. Oktober durch „AGENTURSCHLUSS“ steht nun für den 3. Dezember eine neue Aktion an.

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Erwerbslosenforum im Auge des Gesetzes

Hallo Netzaktivisten und Sesselpupser,

Arsch huh, Zäng ussenander! So sagt man in Köln, wenn es um Zivilcourage geht.

Erwerbslosenforum

„Aachen/Bonn – Wenn es nach der Staatsanwaltschaft Aachen (Abteilung I) geht, so scheint das öffentliche Verständnis zeigen, schon eine schwere kriminelle Handlung zu sein. So jedenfalls sehen sich zur Zeit einige Nutzer des Erwerbslosen Forum Deutschland konfrontiert. Gegen sie ermittelt die Staatsanwaltschaft Aachen wegen des Verdachts der Volksverhetzung, weil sie nach einer glimpflich angelaufenen Geiselnahme, einer offensichtlich gestörten Person in der Aachener im September, im Online-Forum Verständnis zeigten, dass solche Sachen bei -Empfänger passieren können, die offensichtlich unter erheblichen Druck durch Behörden stehen. Am Dienstag wandte sich der Staatsschutz an das Erwerbslosen Forum Deutschland und begehrte die Daten von einigen Nutzern des Online-Forums, die sich dazu öffentlich geäußert hatten.“ – Quelle: erwerbslosenforum.de.

Na. Treiben es die Arbeits- und Obdachlosen zu weit? Volksverhetzung ist nun wirklich kein kleiner Vorwurf. Da kann man doch mal einen Besuch im Forum machen und sich aus erster Hand informieren. Ich hoffe, das uns das Forum erhalten bleibt und nicht geschlossen wird, wie in der Pressemitteilung befürchtet. Das Internet sollte den Dialog der Meinungen befördern und sich nicht durch Maulkorberlasse einschränken lassen. Eine spannende Geschichte.