Elena Maar hat ihr Blog umgebaut, sieht auch nett aus. ![]()
Gerade bin ich an ihrem Beitrag zur Offenheit kleben geblieben. Dabei will niemand etwas mit der wahrhaftigen Offenheit zu tun haben.
Das ist aber auch eine kniffelige Angelegenheit. Ein offenes Dach hält keinen Regen ab, da hätte man es im Witterungsfall gerne etwas geschlossener. Manch fahrlässig aufgerissenes Fenster löst mit seiner Offenheit Durchzug aus, und darin will dann keiner sitzen.
Das sagt sich so leicht: sei doch offen für Neues, doch gilt es nicht mit gleicher Nachdrücklichkeit auch Grenzen zu ziehen?
Und manchmal, da will man einfach nicht gesehen werden, wenn man die Abgeschiedenheit sucht oder sich ein Maß an Privatsphäre sichern möchte.
Die meisten sind nur zu feige es rauszulassen. Soll sich denn nicht die schamlose Offenheit durch Rücksicht und Anstand mildern lassen?
Wenn ich mich betrogen und belogen fühle, dann plärre ich auch immer für bedingungslose Offenheit. Kurz nachdem die Emotionen etwas abgekühlt sind, mache ich mir wieder klar, daß Offenheit nicht immer und um jeden Preis zu einer besseren Situation führt.
Mir scheint es ein große Kunst, recht artig und diplomatisch zwischen zugänglicher, verträglicher Offenheit und schonend, verschlossener Privatheit einen ausgewogenen Reigen, allein und gemeinsam mit den Anderen, zu tanzen.
Lass raus was du denkst und staune über die Reaktion deiner Mitmenschen – aus Offenheit wird ganz schnell Betroffenheit – eine gute, heilsame und lohnende Betroffenheit – für einen von beiden immer!
Für mich durchaus nachvollziehbar, doch auch zugleich zu radikal. Da Offenheit nicht zwingend Wahrheit heißt, bin ich mehr für den Dialog und Austausch. Einfach im Gespräch bleiben, dann findet sich vielleicht für beide Klarheit.

Manche Fragen können einen wirklich zum Grübeln bringen. Bisher habe ich noch keine zentrale Botschaft in mir gefunden, die mich so stark überzeugt hätte, dass ich den Drang spüre sie der Welt mitzuteilen.
Das neue