Impertinentismus oder Occupy

Occupy oder komm doch in Bewegung!

occupy the worldDa ist dann mal wieder etwas los, wenn auch nicht viel. Im Winter wird es auch ungemütlich auf der Straße.
Also empören wir uns! Die Zustände sind aber auch wirklich mal wieder ganz schlimm.
Seit September ist Occupy(!) und vielleicht hast Du es noch nicht mitbekommen, doch wir ändern gerade die Welt – radikal.
Im Augenblick wissen nur sehr wenige Eingeweihte worum es überhaupt geht. Es ist die Zeit in der noch Manifeste und Pamphlete geschrieben werden.

Jede Sache hat ihr Wort; da ist das Wort selber zur Sache geworden. Warum kann der Baum nicht Pluplusch heissen, und Pluplubasch, wenn es geregnet hat? Und warum muss er ueberhaupt etwas heissen? Muessen wir denn ueberall unseren Mund dran haengen? Das Wort, das Wort, das Weh gerade an diesem Ort, das Wort, meine Herren, ist eine oeffentliche Angelegenheit ersten Ranges. – Hugo Ball, Eroeffnungs-Manifest, 1. Dada-Abend, ZUERICH, 14. JULI 1916.

Jetzt stehen wir auf der Straße. Der beste Platz für eine Volksbewegung.

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Mach doch endlich mal was!

Guten Morgen Weihnachtseinkäufer und Baumschmückerinnen,
da klagt Bettina Winsemann bei Telepolis :“ … die ganze Last auf ein paar Schultern zu packen, führt nur zu Rückenschmerzen bei den Leuten.“ Da hat sie wohl aus der eigenen Schmerzkiste berichtet, vielleicht kann ich ja mit diesem kleinen Artikel ein wenig schmerzlindernd tätig werden. Öffentliche Anteilnahme kann ja wie ein kleines Pflaster wirken… den großen Wandel werde ich aber auch nicht herbeiführen können, so bescheiden muß ich dann doch sein.

Aber wichtiger ist mir eine andere Angelegenheit: Bürgerrechtsaktivisten sehen sich zunehmend einer enormen Erwartungshaltung ausgesetzt. Man verzeihe die deutlichen Worte, aber man fühlt sich schon fast wie im Film „Das Leben des Brian“, wenn bei jedem vermutlich verfassungswidrigen Gesetz, jeder Initiative usw. schon der Ruf nach „Ak-Vorrat, tut was! Twister, tu was! FoeBuD, macht was! usw.“ erfolgt. – Winsemann, Telepolis

Nun ist sie da! Die lange herbeigesehnte, globale . Wieder einmal eine phantastische Gelegenheit Solidarität zu beweisen und daran zu denken, daß Weihnachten doch eben die hohe Zeit der Nächstenliebe ist und nicht die Zeit des bedingungslosen Konsum. So haben wir es uns doch im Stillen lange gewünscht.

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