Archiv des Autors: kopflast

Mach doch mal eine Maßnahme (caput 3)

MassnahmeWie man kommt gegangen, so wird man auch empfangen. Auf der Suche nach dem Arbeitsplatz stellt die Bewerbung die erste Hürde dar, daher befassen wir uns in den ersten beiden Wochen der Maßnahme einmal mit der schriftlichen Bewerbung und einigen Überlegungen zum gelungenen Vorstellungsgespräch.

Neben der Zusammenfassung der ersten Wochen der Maßnahme „Zukunftscheck“ will ich die Gelegenheit nutzen und auch auf die Weiterbildungsmesse der IHK Köln an diesem Wochenende hinweisen. Es gibt inhaltliche Überschneidungen und der Besuch der Messe war auch eine Empfehlung, die ich in der Maßnahme erhielt. Wer Fort- und Weiterbildung auf seinem persönlichen Entwicklungszettel notiert hat, kann dort vielleicht Anregungen finden und sich gleich mit einem der Anbieter von Bildungsangeboten in Verbindung setzen.
Ich habe mir einen Besuch bei der IHK für Samstag fest vorgenommen, vielleicht laufen wir uns ja über den Weg. Gegen so ein direktes Gespräch ist nichts einzuwenden und wir können die Angebote und Informationen gleich kritisch diskutieren.

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Der lauf der Dinge

Aus Anlass meiner Beschäftigung mit der Zeit, möchte ich auf einen ganz besonderen Film hinweisen: „Der Lauf der Dinge“.  Wie die Dinge aufeinander folgen und sich gegenseitig auslösen. Fischli & Weiss wollen es langsam und kompliziert, in diesem 30minütigen Film ist es ihnen gelungen!

Man kann seine Zeit weitaus nutzloser verschwenden. Viel Spass mit dem Film bei Veoh.

Alarm! Zeitfresser!

Das Phänomen der verschwendeten Zeit.

Haben wir ein Organ, mit dem wir Zeit messen können? Oder ist das Zeitempfinden eine psychische Einbildung. Anders formuliert, dem diffusen dahinfließen im Dasein versucht die Psyche eine Gestalt zu geben, unser Zeitgefühl. Mehr als ein Gefühl ist es nicht, das wir von der Zeit haben. Und je nach der Lebenssituation, in der wir gerade stecken, empfinden wir Zeit verschieden schnell vergehen.

Wir modernen messen den Abfluss der Zeit inzwischen atomgenau und bis auf viele Stellen jenseits von Minuten und Sekunden.

Wir teilen uns die Zeit gerne ein. Lebenszeit gliedert sich in Arbeitszeit, Schulzeit, Ausbildungszeit, die Zeit der ersten Liebe und den Lebensabend. Jede Situation und jedes Ding hat seine Zeit. Da die Zeit des Einzelnen begrenzt ist und sich kaum einer seiner Gesamtzeit bewusst ist, ist Zeit sehr kostbar. Vielleicht einer der kostbarsten Schätze, die ein Mensch besitzen kann.

Was ist Zeit? Ich denke, dass bisher noch keine treffende Antwort gefunden wurde. Wir nähern uns an und machen uns derweil einen tauglichen Begriff von der Zeit, soweit unsere Auffassungsgabe reicht.

Dieser unscharfe Eindruck von unserer persönlichen Zeit soll uns genügen, um uns mit aller Vorsicht den Zeitfresser in unserer Umgebung zu nähern.

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Ist es Spam?

Einen Guten…, ich habe da was im Postfach gefunden.
Der wichtigste Schriftverkehr findet vor den Augen der Besucher verborgen in Inneren der Administrationsoberfläche statt. Dann wird es ja Zeit das einmal vor Deinen Augen auszubreiten. Was soll ich mich auch alleine damit amüsieren?

Mach doch mal eine Maßnahme (caput 2)

Foto vom Autor

Greifen sie nochmal an, so sagte man mir in der Maßnahme, die ich im August besuchte. Und ein freundliches Bewerbungsfoto habe ich auch bekommen. Was sollte mich da noch aufhalten?

Am Besten ich fange vorne an. Nachdem ich einige Monate krank gewesen bin und das Bett bewachen musste, traf ich mich im Juni wieder einmal mit meinem freundlichen Kundenbetreuer bei der ArGe. Im Gegensatz zu vielen anderen Stimmen, möchte ich mich nicht über die ArGe beschweren. Nicht das es da nichts gäbe, das einer Beschwerde wert wäre, doch mein Kundenbetreuer ist sicher die falsche Adresse.
Nun, da ihm verständlicherweise weiterführende medizinische Kenntnisse fehlen und ich auch nicht wirklich ein Medizinmann bin, gefiel uns die Idee einer Maßnahme, die sich mit meiner Gesundheit in Bezug auf das Arbeitsleben auseinandersetzt. Zudem sollen die Teilnehmer der Maßnahme auch in verschiedenen Gewerken die Möglichkeit finden, sich bisher unbekannte Arbeitsfelder einmal näher anzusehen. Soweit der Flyer und die Theorie.
Nun bin ich kein unfreiwilliger Teilnehmer gewesen, wie anderer die ich dort traf.

massnahme

Das Angebot kam mir entgegen. Zuerst einmal hatte ich das Glück, das mein Hausarzt bereits herausgefunden hatte,  dass ich keine bleibenden oder chronischen gesundheitlichen Probleme habe. So konnte ich mich ganz auf das pädagogisch/psychologische Angebot konzentrieren und nach einem neuen Berufsbild suchen. Die Kernfrage ist, will ich arbeiten und wenn ja, als was?
Schon zweimal war ich Teilnehmer einer ähnlichen Maßnahme beim ZAPF in Niehl, dort stand aber meine Gesundheit nur als Nebensache zur Begutachtung. Während des „Zukunftcheck“ soll meine Psyche und meine körperliche Leistungsfähigkeit jedoch auch bewertet werden. Das macht eine ganze Menge Informationen, die ich bewußt und unbewußt offenbaren soll.

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Stell Dir vor es ist Demokratie…

Bundestag… und alle machen mit!
Aus der vergangenen Nacht ist mir ein wunderliches Traumbild in Erinnerung geblieben. Der Bundestag hat sich damit abgefunden, dass die Deutschen nicht nur schnelle Anschlüsse ans Internet in ihren Wohnungen haben, sondern das sie diese auch benutzen wollen. Zuerst taten die Politiker noch etwas schwerfällig und offerierten ein virtuelles Petitionssystem. Damit rollt der Volkswille eher langsam auf die Politik zu und  den Regierenden bleibt ausreichend Zeit sich zu wappnen.
Die Deutschen ließen sich davon aber nicht abschrecken. Immer mehr beteiligten sich in Foren und Newslisten am Geschehen und so mancher Politiker ertrank in einer Flut Emaillien aus der Mittelschicht. Es ist im Traum ja alles so schön einfach, offenbar vernünftige Einsichten setzen sich da manchmal durch. Manchmal wird es aber auch völlig wirr, das gebe ich gerne zu.
Nun kam es im Bundestag zur digitalen Revolution. Die Sitzungen und Debatten wurden live und direkt ins Internet gestellt. Via Chat konnten die registrierten Zuschauer ihre Fragen und Anregungen direkt in die Debatte einbringen und ein Abstimmungssystem in Echtzeit gab über dem Kopf des Redners immer an, wieviele Bürger gerade online waren und dem Stream folgten. Zugleich konnten die Zuschauer auch ihre Stimme abgeben, je nachdem ob sie dem Beitrag zustimmten oder ihn eher ablehnten. Redner die mehr als 60% negative Bewertungen bekamen, durften gleich wieder auf ihren Platz im Plenum zurückkehren.

Famos fand ich, das mit einem Mal die Arbeitslosen und Ausgegrenzten eine gewichtige Stimme hatten, sie hatten schließlich die Zeit und den Elan dem Treiben im Bundestag ganztäglich am Monitor zu folgen und fleißig die Votingtasten zu bedienen.

Seltsam, aber so habe ich es geträumt.

*Das Foto aus dem Bundestag ist von Mathias SiegmundBestimmte Rechte vorbehalten

Mach doch mal eine Maßnahme (caput 1)

Weg in die massnahmeWenn man nicht mehr weiter weiß, dann führt der Weg zuerst einmal in eine Maßnahme. Das ist ein ausgegliedertes Angebot der ArGe an den arbeitslosen Kunden.
So würde ich es kurz zusammen fassen. Im Lauf der letzten Jahre hatte ich das Vergnügen an 5 Maßnahmen teilzuhaben, ich kann also mit einiger Erfahrung über die Dinge schreiben. Durch Gespräche mit den Akteuren in und um diese Maßnahmen konnte ich meine Perspektive noch ausbauen.

Im Kreis der Menschen, die man regelmäßig außerhalb des virtuellen Netzwerks trifft, erzählte ich dann schon mal Anekdoten aus der Maßnahme, mal lustig, mal makaber, so wie andere schon mal etwas von der Arbeit erzählen.  Oft genug meinten die Zuhörenden dann, dass es das Thema auch wert sei, in einem Text berichtet zu werden.  So ermutigt will ich es dann einmal versuchen. Es bleibt wohl nicht aus, dass ich im Lauf meiner Berichterstattung auch einmal die eine oder die andere Organisation benennen möchte. So wird es dann ja auch konkret und fassbar. Wo ich kann, füge ich die entsprechenden Verweise ins weite Internetz hinzu.

Eine Auseinandersetzung mit Hartz IV, Arbeitslosigkeit, Armut in Deutschland und der Rolle von ArGen & Co. im Spiel ist keineswegs eine rein rationale. Zu intensiv sind die Gefühle der beteiligten Menschen und zu bedeutsam sind die Werte, die in einer solchen Auseinandersetzung berührt werden.
Sicher provoziert eine schriftliche Erörterung des Themas auch einige kontroverse Kommentare. Dazu möchte ich gleich darlegen, dass ich im Folgenden auf meine persönliche Wahrnehmung angewiesen bin und ich nicht mehr formuliere, als meine eigene Meinung und Ansicht. Dies mag nicht in allen Dingen vollständig, umfassend oder gar objektiv sein, ich freue mich auf jede Erweiterung, Ergänzung und konstruktive Kritik.

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Nostalgie und Krempel

Och wat wor dat fröher schön. Wieder mal ein Blog, wo man sich Gedanken über die Fernsehserien der Kindheit macht. Und wie ich die Listen der Kommentatoren durchlese, fehlt mir eine Serie. Gut, viele haben das Kinderprogramm zwischen 1980 und 1990 genossen, da kenne ich auch so einiges, doch meine Highlight stammen aus der Zeit 1970-1980. Und die Serie über den Abenteuerspielplatz Krempoli gehört zweifelsfrei zu den besonders schönen Erinnerungen.

Dank Youtube.com brauchen wir nicht auf die Wiederholung im Fernseher zu warten.

In Krempoli dürfen Kinder noch unartig und selbstbewußt sein, in der übrigen Welt von 1975 gibt es leider keinen Raum für Kinder. So ziemlich alles was Spaß machen kann ist verboten. Nachdem sich die Kinder zum Protest entschlossen haben ist es dann die private Initiative von Opa Krempel, die den Kindern ein eigenes, abenteuerliches Reich eröffnet.

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