Ein Kommentar ist wie das Salz in der Suppe. Nachdem wir uns nun Gedanken darüber gemacht haben, ob Richtlinien für Kommentare eine sinnvolle Erweiterung des heimblogschen System sind, wollen wir heute überlegen, wie wir mit Kommentaren umgehen wollen. Unser Weg führt zwischen totaler Kontrolle und völliger Freiheit zu einer Lösung, mit der wir zufrieden sind. Hier muss sich jetzt jeder fragen, wieviel Freiheit er seinen Lesern und Kommentatoren einräumen will.
Selbständig-im-Netz macht sich Gedanken über die Vor- und Nachteile der Kommentarfunktion. Was dort über Firmenauftritte beschrieben wird, sind durchaus die gleichen Gedanken, die man sich für das eigene kleine Blog macht.
Wer Kommentare zulässt, muß sich auch damit beschäftigen. Wer nicht moderiert, wird sich bald vor Kommentaren mit neuen Billigreiseangeboten oder medizinischen Hilfen zum Liebesspiel im Blog nicht retten können.
In der Regel wird zumeist der erste Beitrag eines Besuchers zur Moderation vorgelegt. Wurde der Kommentar des Besuchers genehmigt, kann er ab dann frei kommentieren. Die manuelle Moderation kann bei beliebten Blogs eine Menge Zeit fressen. Jedoch lohnt es sich auf Kommentare auch zeitnah zu reagieren. Wer seine Besucher zulange auf Freischaltungen warten läßt und keine Reaktion zum Kommentar zeigt, riskiert es, ihnen die Lust zum Kommentieren nachhaltig zu nehmen.
Zu manchen Themen entwickeln sich lebhafte Diskussionen im Kommentarbereich, von solcher Dynamik kann ein Blog nur profitieren.
Wer einen Blog startet, ist der Verantwortliche, neudeutsch: Community Manager. Diese Person sollte Kommentare höher bewerten als eigene Posts. Lässt der Verantwortliche weitere Personen am Blog mitschreiben, muss er sicherstellen, dass der Post-Autor sich um die Kommentare kümmert. Denn: Nimmt sich ein Community Mitglied die Zeit zu kommentieren, erwartet er auch Beachtung. – thestrategyweb
Kommentierende Besucher sind in der Regel die Aktivposten im Blog. Sie erweitern und verbessern Artikel und erhöhen die Attraktion des Blog. Dirk von Gehlen hat sich die Kommentarfuktionen einige großer Zeitungen im Onlineangebot angesehen und sich ein paar Gedanken dazu gemacht. Du solltest dir einmal ansehen, welche Wege dort beschritten werden. Dabei kannst Du gleich bemerken, wo Du das Gefühl bekommst Dein Kommentar sei erwünscht und werde beachtet oder ob man eigentlich nicht diskutieren will. Modernes Web 2.0 zeichnet sich ja gerade durch die Möglichkeiten zur zeitnahmen Interaktion aus, das spürt man nur nicht überall.
Ulrike Langer rügt 5 Fehlervon Printmedien beim Umgang mit Online-Kommentaren.
Je mehr ich mich im sozialen Netz bewege, desto unangenehmer stoßen mir die Kommentarregeln und -darstellungen vieler Printmedien auf ihren Online-Seiten auf.
Die Vernetzung mit anderen Angeboten und Anbietern ist eines der zentralen Anliegen eines Blog, einmal von den digitalen Tagebüchern abgesehen. Dabei kommt dem Kommentar (Trackback) eine besondere Stellung zu. Hier entsteht Vernetzung oft ungeplant und spontan.
Im Spitblog hat der Autor eine nette Idee entwickelt, wie er mit Spam-Kommentaren umgeht, man kann es auch kreativ angehen und seinem Unmut angenehm Raum verschaffen.
Soweit diese Gedanken zum Kommentieren in Blogs. Im nächsten Beitrag mache ich mir einen Kopf über Captcha und Anmeldeprozedur zum Kommentieren. Ich hoffe, bis hier hin ist schon einmal deutlich geworden, daß es nicht den einen goldenen Weg gibt mit Kommentaren umzugehen.
Einer muß sich ja mal kümmern … dein Netcop
Da darf man ja auf den nächsten Teil gespannt sein… THX 4 the Ping.