Ein neues Wort, sich damit spontan zu plagen: Salz. Ein Wort, das in unserer Sprache einen wichtigen Platz inne hat. Auch wenn mir zuerst eine ganze Menge über Essen und die Haltbarmachung des selben in den Kopf kommt, so ist es auch in übertragenem Sinn ein oft gebrauchtes Wort. Wenn man noch etwas im Salz liegen hat, dann hat wohl jemand noch eine Rechnung mit einem offen und das hat man sich selbst zu zuschreiben. Dagegen kann man jemandem ordentlich die Suppe versalzen, wenn man dessen sorgsam gemachten Pläne und Absichten durchkreuzt.
Ein Märchen fällt mir ein, da hat eine Tochter ihrem Vater den Wert eines Sack Salz zugemessen und wurde dafür verstoßen. Der königliche Vater hatte wohl ein anderes Wertegefühl bezüglich der edlen, weissen Substanz. Im Altertum war Salz ein durchaus gültiges Zahlungsmittel und manche haben sich mit dem Transport des kostbaren Kristall eine goldene Nase verdient. Ganze Handelsrouten wurden für gutes Salz aufgebaut.
Archiv für den Monat März 2010
Netcop #03 – Hilfe ein Kommentar
Ein Kommentar ist wie das Salz in der Suppe. Nachdem wir uns nun Gedanken darüber gemacht haben, ob Richtlinien für Kommentare eine sinnvolle Erweiterung des heimblogschen System sind, wollen wir heute überlegen, wie wir mit Kommentaren umgehen wollen. Unser Weg führt zwischen totaler Kontrolle und völliger Freiheit zu einer Lösung, mit der wir zufrieden sind. Hier muss sich jetzt jeder fragen, wieviel Freiheit er seinen Lesern und Kommentatoren einräumen will.
Selbständig-im-Netz macht sich Gedanken über die Vor- und Nachteile der Kommentarfunktion. Was dort über Firmenauftritte beschrieben wird, sind durchaus die gleichen Gedanken, die man sich für das eigene kleine Blog macht.
Wer Kommentare zulässt, muß sich auch damit beschäftigen. Wer nicht moderiert, wird sich bald vor Kommentaren mit neuen Billigreiseangeboten oder medizinischen Hilfen zum Liebesspiel im Blog nicht retten können.
In der Regel wird zumeist der erste Beitrag eines Besuchers zur Moderation vorgelegt. Wurde der Kommentar des Besuchers genehmigt, kann er ab dann frei kommentieren. Die manuelle Moderation kann bei beliebten Blogs eine Menge Zeit fressen. Jedoch lohnt es sich auf Kommentare auch zeitnah zu reagieren. Wer seine Besucher zulange auf Freischaltungen warten läßt und keine Reaktion zum Kommentar zeigt, riskiert es, ihnen die Lust zum Kommentieren nachhaltig zu nehmen.
Zu manchen Themen entwickeln sich lebhafte Diskussionen im Kommentarbereich, von solcher Dynamik kann ein Blog nur profitieren. Weiterlesen
Netcop #02 – Kommentarrichtlinien
Werter Ordnungsfreund,
in vielen Blogs finden sich inzwischen Richtlinien für die Benutzung der Kommentarfunktionen. Damit geben die jeweiligen Blogger ein Zeichen für vernünftige, menschliche Umgangsformen im digitalen Schriftverkehr und sie erläutern kurz die Bedingungen, zu denen sie bereits sind, Diskussion zuzulassen.
Die Kommentarfunktion soll nicht für Spam mißbraucht werden. Wer nichts weiter mitzuteilen hat, als einen oder mehrere Links auf kommerzielle oder dubiose Webseiten, landet im Spam – fast überall. Solche Verweise leisten für die Diskussion nichts. In diesem Punkt herrscht in den Kommentarrichtlinien gemeinsames Interesse.
Doch auch in einem anderen Punkt sind sich die Richtlinien recht einig: Beleidigungen, sexuelle Anspielungen und sexistische oder rassistische Äußerungen sind untersagt.
Hier einmal exemplarisch die zentralen Punkte einer Richtlinie für Kommentare (Quelle: Blog.Daimler.de)
- Der Missbrauch als Werbefläche für Webseiten oder Dienste
- Das maschinelle Hinterlassen von Kommentaren
- Das kommerzielle oder private Anbieten von Waren oder Dienstleistungen
- Rassismus und Hasspropaganda
- Aufforderungen zu Gewalt gegen Personen, Institutionen oder Unternehmen
- Pornografie
- Beleidigungen und Entwürdigungen von Personen in jeglicher Form
- Verletzungen von Rechten Dritter, auch und insbesondere von Urheberrechten
- Aufruf zu Demonstrationen und Kundgebungen jeglicher politischer Richtung
- Kommentare, die nicht in deutscher oder englischer Sprache verfasst sind
- Kommentare, die sich nicht auf den kommentierten Beitrag beziehen
Ein paar Beispiele für Kommentarrichtlinien in bekannten Blogs: SWR-Klimagipfel, Blog-Daimler.de, Blog-Tagesshau, ,Blog Meeting-Metro und klartext!
Netcop #01 – Kommentar und Wirkung
Werte Besucher,
mehrere Fliegen mit einer Klappe zu erwischen ist ein großer Spaß. Die Aufgabe des letzten Blogseminar soll nun aufgelöst werden. Bei der Arbeit zum angekündigten Artikel über Kommentare und ihre Wirkung in Blogs ist mir schnell klar geworden, daß dieses Thema ob seiner Größe wunderbar geeignet ist, in einer Artikelserie bearbeitet zu werden. Wie wunderbar.
Der Netcop wacht über die Regeln des zwischenmenschlichen Informationsverkehr im wilden Internet. Diese Serie bezieht sich auf die DE-Ausdehnung im Cyberspace, zieht aber alle erreichbaren Informationen dazu heran. Der Netcop ist ein selbsternannter Sittenwächter und im Allgemeinen sicher ebenso unbeliebt, wie Spammer, Trolle und Bauernfänger. – Aber einer muß es ja machen…
Die Wirkliche Macht liegt bei Administratoren, Moderatoren und Autoren – glauben zumindest diese fest.
Für die vorliegende kurze Reihe über die Kommentarfuktion in einem Webblog spielt Ethik eine bedeutendere Rolle, als die Technik. Newsgroups, Foren und Chatsystem sind Nahverwandte des Blogs, so dass man die Ergebnisse dortiger Moraldiskussionen mitberücksichtigen kann. In einem Blog ist die Situation weniger eine offene Diskussion unter gleichberechtigten Benutzern. Ein oder mehrere Autoren veröffentlichen ihre Ansichten und Fakten. Der Kommentar eines Besuchers hat da in etwa den Stellenwert eines Leserbrief. Das beginnt schon damit, daß der Blogger die Entscheidung zu treffen hat, ob ein Kommentar überhaupt veröffenlicht wird. Jeder Kommentar erreicht jedoch zumindest den Autor/Admin des Blogs und hinterlässt dort Spuren. Auch und gerade, wenn es nicht zu einer Veröffentlichung des Kommentar kommt. Weiterlesen