Projekt 42 – (er)wache

pro-log

projekt42mal was anderes machen, hat konna im blogseminar vorgeschlagen. ich will es dann mal mit einem projekt versuchen. projekt 42. für mich eine premiere. ein projekt hatte ich bisher noch nicht im blog. auslöser ist das zementblog. dort ist die idee auch beschrieben. ich fasse mal kurz zusammen: jeden monat findet man auf dem zementblog ein wort und die teilnehmenden blogs schreiben dazu einen text. ein wenig orientiert sich die sache am bekannte projekt52, doch geht es um text und weniger um bilder. die 42 findet sich bei douglas adams und seinem hitchhikers guide und sachdienliche informationen, für alle die nicht wissen wer ford prefect ist oder was sich hinter der omnipotenten zahl 42 verbirgt, geht es hier zur wikipedia.

Seit man in der Blogosphäre “Blogparaden” eingeführt hat, ist es richtig in Mode gekommen, das Bloggen zum Spielen zu missbrauchen. Ich will hier einmal meinen Beitrag leisten, indem ich versuche, ein neues Spiel einzuführen.
Vielleicht hat der Eine oder Andere schon vom “Projekt 52” gehört, das einst vom “Mondgras”-Blog ins Leben gerufen wurde. Das Konzept sieht… – siehst du hier nach.

damit die sache für mich auch ein bisschen einen anderen flair bekommt, verzichte ich auf die shift-taste und lasse mich mal mehr gehen – sprich: kopflast wird spontan spontan.

nicht verschweigem möchte ich noch die drei blogs, die bisher schon aktiv am schreiben teilhaben: moritz (sockenblog), magrat (the daily madness) und andreas (cimddwc) mit ihren beiträgen zum wort kleider.

anstoss zum projekt 42 bekam ich vom ixiter, der natürlich auch schon auf seine tastatur eintippt.


na? dann wollen wir mal.

wache

als ich heute morgen wach geworden bin war es schon mittag. da habe ich mir noch nicht weiter einen kopf gemacht, als den selben aus dem kissen zu heben und zur kaffemaschine auf dem schreibtisch zu kommen. das teleklingelphon hatte wohl schon einige zeit gelärmt, doch das erste bewußtsein kam erst, als ich eine stimme meinen anrufbeantworter besprechen hörte. andere waren wohl schon hellwach und wollte mich in irgendwas verwickeln. wahrscheinlich ein gespräch.
die augenlider klebten noch etwas und waren in ihrer beweglichkeit eingeschränkt. es hatte wohl tränen in der nacht gegeben. eine augenreizung oder vielleicht ein traum. im hirn konnte ich da keinen abdruck mehr finden. von der matratze ohne eigenes bewußtsein zum bürostuhl ist es nicht weit und doch erscheinen einem distanzen irgendwo zwischen schlafen und wachen unendlich. das zeitgefühl stellt sich erst ein, wenn der puls eine gewisse deutlichkeit gewonnen hat.
das brummen der kaffeemaschine schwirrt mir um die ohren und der rechner ist unfassbar sperrig… der mittag beginnt mit einem neustart – wie die dinge immer irgendwie zusammenwirken.

innenansicht

eine innenansicht. das findet sich vor dem erwachen. und dann kommt das große leere hohlsein. langsam tropft wirklichkeit ins bewußtsein und ganz plötzlich bin ich wach!
jetzt ist vieles anders. die dinge müssen erst unter die haut kommen. sie sind nicht mehr in mir, das bewußtsein steht wache und versucht sich der viralen wahrheiten von aussen zu erwehren.

nebengedanke: wenn man an wache nur einen buchstaben ändert, dann wird es was wildes schweinisches oder es wird feucht. es geht aber streitbar gegenständlich. da muss man dann schon ganz schön aufpassen, dass man nicht haarscharf vorbeirutscht. wo wollte ich eigentlich hin?

ich habe vergessen mich beim schreiben zu überwachen und schon ist der faden weg. macht aber nichts, morgen werde ich ja wieder wach und dann geht alles wieder von vorne los und irgendwo kommt dann sicher auch wieder eine 42 her.

8 Kommentare

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  1. Du warst wach, aber deine Shift-Taste noch im Tiefschlaf. Ist ja OK, wenn man auch mal was ganz anderes machen will. Für mich ist es aber schwer zu lesen.
    Ejal ..
    „mal was anderes“ -> hat jeklappt
    „Projekt42″ -> hat jeklappt
    „Erwachet“ -> hat auch jeklappt.
    Der Titel ließ mich zuerst fürchten, du würdest jetzt die Zeugen des alten Jehowas mit einem Artikel beehren. Aber dann ging es doch um das L, das U und d.g.R.
    Zweiundvierzigstens!

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  2. Ach, immer dieses Aufwachen. Heute weniger, aber vor allem an Arbeitstagen…

    Aber immerhin hast du nicht auch noch auf Satzzeichen verzichtet. :)

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  3. @cimddwc: :-) Ja. Ich möchte dem Projekt42 auch optisch eine gewisse Ausnahmestellung im Blog einräumen, die auch den experimentellen Charakter der Sache würdigt. Die vorliegende Ausfertigung ist ein erster Versuch die Texte stylistisch abzuheben.
    Ich nehme aber die kritischen Äußerungen von Ixiter gerne an und überlege mir für die nächste Wortelei einen anderen Styl. Irgendwann wird dann auch die Kritik zufieden sein. ;-)

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  4. ja, ich will auch was zu wache schreiben, aber ich weiß nicht, wie man sich da offiziell anmeldet…oder muß man das gar nicht?

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  5. Du musst Dich nicht offiziell anmelden. Einfach das Projekt-Logo vom http://www.zementblog.de herunterladen und einen Text schreiben. Anders habe ich es auch nicht gemacht. Sicher freut sich der Jan vom Blog auch über einen Kommentar. Kompliziertere Regeln habe ich bisher nicht finden können. Wenn Du im Blog das Stichwort Projekt42 anklickst findest du alle bisherigen Worte und unter System die erklärenden Einführungen.

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  6. Jan

    Dazu habe ich nichts hinzuzufügen, kopflast, gut gesprochen. Und vielen Dank für deinen schönen Beitrag! Gesche, über deinen würde ich mich auch sehr freuen, für mehr Infos schau einfach unter http://www.zementblog.de/tag/projekt-42/ nach.

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  7. @kopflast: ok, vielen dank, dann weiß ich bescheid.

    @jan: okay, ich setz mich hin :-) danke für den link!

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