Klimagipfel Kopenhagen 2009

Atlas, it´s time for your bathVom 7. bis zum 18. Dezember geht es in Kopenhagen um die Sache des Klimas. Dabei mühen sich wieder Darsteller aus allen Lagern für ein unterhaltsames Rahmenprogramm zu sorgen. Demonstranten (wahrscheinlich die üblichen Touristen) und kopenhagener Polizei führen das bekannte Stück: „Wir sind gegen alles! Hauptsache Kravall!“ auf.

„Nach nächtlichen Ausschreitungen am Rande des Klimagipfels in Kopenhagen hat die dänische Polizei mehr als 200 Menschen festgenommen. Randalierer errichteten am Montagabend brennende Barrikaden nahe der alternativen Wohnsiedlung Christiania und griffen die Polizei mit Molotow-Cocktails an,…AFP via Google-News.

AFP NewsDas kennt man ja schon. Die Polizei brachte Tränengas mit, da wurde es schnell gemütlich im Festzelt. Wenn dann am Freitag der Obama aus den USA kommt, haben sich die Beteiligten schon mal in Stimmung gebracht. In diesem Bereich war wohl auch nichts Neues zu erwarten.

Auch für einschneidende Ergebnisse sind die Weltgipfel nicht gerade bekannt. Schön ist ja auch, wenn man sich einfach mal trifft und sich um eine gesunde Atmossphäre bemüht – in doppeltem Sinn.
Das ZDF hat sich angestrengt und eine Sonderseite zum Gipfel ins Netz gestellt. Eine multimediale Aufbereitung des Geschehen in Kopenhagen und alle öffentlich-rechtlichen Hintergründe.

Wer sich nicht nur informieren möchte, findet bei der Klima-Allianz eine Menge Angebote sich mit dem Gipfel auseinanderzusetzen und sich aktiv einzubringen. Eine Petition kann man gleich über die Seite der Allianz unterstützen, sich informieren, Material bestellen oder sich mit Aktivisten treffen. So gehen Kritik und Widerstand 2.0, wenn das bekannte Sammeln von Unterschriften auch noch lange nicht ausgedient hat. :-)

Für mich eine der interessantesten Entwicklungen, ist das Geschäft mit Emissionsrechten. Sicher keine Erfindung des Klimagipfel und doch die Information, die mir in den vergangenen Tagen den intensivsten Eindruck gemacht hat. Der Umweltschutz und der Technologietransfer haben einen kapitalen Weg gefunden von einander zu profitieren. Es mag sein, daß der engagierte Umweltschützer auch an dieser Sache eine Menge auszusetzen hat, doch mir reicht ja schon für den Anfang, das es passiert und nicht nur eine Idee auf Konzeptpapier ist.
Die Industrie der einen Hälfte der Welt finanziert Entwicklung und umweltfreundliche Technik der anderen Hälfte und macht damit Gewinn. So kann es jeseits von Polemik und Idealismus funktionieren. Mir machen solche Entwicklungen Mut. Sobald Geld eine entscheidende Rolle spielt, kommen die Dinge in der Regel in Bewegung.

Für alle, die den Emissionshandel noch nicht verstanden haben, hat ARTE nochmal alles in einem Video zusammengefasst.

Wieder etwas schlauer. Und wir alle wissen, das wir für ein gesundes und angenehmes Klima mitverantwortlich sind. Ich werde ab heute nur noch Filterzigaretten rauchen.

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