Verzehrende Konsumarbeit

Werte Einkäufer und Damenstrumpfhosenträgerinnen,

das wir uns für den täglichen und den außergewöhnlichen Kaufrausch auch anstrengen müssen, daß hätten viele nicht erwartet. Immer noch geht das Märchen um, in der glücklichen Konsumentenwelt brauche man nur das Maul tüchtig aufsperren und Pasteten, Sushi und lecker Pizza fliegen aus eigenem Antrieb hinein.

Welche enormen Leistungen uns abverlangt werden, wenn wir uns zum Beispiel für den Kauf neuer Technik entscheiden wollen, läßt das folgende Video in 5 Minuten deutlich werden. Kaufen ist eben auch Stress, Deine Psyche kann da sicher ein Lied von singen.

Sieben bis zehn Millionen, es ist wohl . Ich könnte nicht so schnell sprechen, ohne Punkt und Komma – rasant. Es braucht schon ein paar Qualifikationen, um im modernen Konsumtempel nicht auf den Tand herein zu fallen.

Zu diesem gelungenen Beitrag der Kunst gibt es auch ein E-Mail-Interview mit Stefan Panhans. Also ein Interview, bei dem man sich nicht zwingend sehen muß. Dabei kommt dann auch raus, das der 3-Tage-Bart ein Trick ist.

Das unverständliche Produkteigenschaften nicht das einzige Risiko im Supermarkt sind, wird klar, wenn wir uns den Gesetzen zum Markt zuwenden. Verbraucher- und Urheberschutzrechte sind für das Internet und seine Möglichkeiten neu zu erfinden. Das unterstreicht der Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Jeder Nutzer ein Pirat?

und

Elektrischer Reporter – Urheber 2.0: Was tun, wenn keiner kauft?. Ein sehr schöner Beitrag zur Welt der Creative Commons (CC).

Es lohnt sich also, sich über den Markt der Zukunft noch einige Gedanken zu machen. In der Epoche der Flatrate ist vielleicht die Flatrate für digitale Kulturgüter auch eine Überlegung wert und die Chance für einen verstaubten Kunstmarkt wieder lebendiger Teil von Gesellschaft zu werden.

Ich bin ein großer Freund des freien Verteilens, wie käme ich sonst an so schöne Flickr.com-Bilder, die ich bei entsprechender Lizenz in meinem Blog verwende? Die Verbindung zwischen Produzent und Kunde kann sich in der Gegenwart vom Joch der Händler und Zwischenhändler und Provisionsgeier befreien.
Eine wunderbare Chance für Kreative und Kunden sich wieder direkt zu begegnen, gegen das Diktat des Mainstream. Mit der Musikindustrie vor Augen, wird klar, wie Profitgier und der Wille einen Markt zu beherrschen den Fluß kreativen Tuns behindern. Was nicht den Vermarktungsstrategien dient, hat kaum eine Chance bekannt zu werden. Der Kunde bedient sich nicht aus der großen Welt der Kunst, sondern aus dem Teil den Sony, Warner und Co. für ihn ausgewählt haben.
Ein weiterer Vorteil von freien Lizenzen und liberalen Bearbeitungsgesetzen, ist doch gerade, daß der kreative Gedanke nicht gleich beim Künstler versiegt. Wer sich Bilder und Musik aus freien Quellen erschließt, kann genießen und zugleich das Material für eigene Ideen verwenden. So kann sich Musik grenzenlos weiterentwickeln und verändern. Wir alle haben die Möglichkeit uns kreativer zu gebärden, und unsere Gedanken frei zu lassen.

Verwandte Artikel

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>