Waffenfreie Zone

Willkommen im Frieden!

Manche Ideen brauchen vielleicht weit mehr als ein Leben um sich durchzusetzen. Die Welt könnte ein Ort des friedlichen Miteinander sein. – Diese Idee ist alles andere als neu. Schon seit vielen Generationen träumen Menschen vom Frieden und einer Gesellschaft ohne Waffen. Das hat die Mehrheit nie davon abgehalten Länder und Kontinente in Schutt und Asche zu legen.

In Dublin ist die Menschheit der Idee vom globalen Frieden wieder einen kleinen Schritt näher gekommen.

Landmine

Hundert Länder sind sich über ein Streubomben-Verbot einig geworden. „Diese tödlichen Waffen öffnen sich in der Luft und können viele kleine Sprengsätze über ein weites Gebiet verteilen. Da diese oftmals nicht sofort detonieren, bleiben sie als Landminen liegen. Die Teilnehmer der internationalen Tagung stimmten dem Entwurf für ein Abkommen zu, dass diese Waffen verbietet.“ – Bericht bei Tagesschau.de.

Erschreckend das die wichtigsten Hersteller dieser abscheulichen Waffen das Übereinkommen nicht unterstützen. „Denn die wichtigsten Produzenten und Anwender von Streubomben – die USA, Israel, China, Russland, Indien und Pakistan – nahmen an der Konferenz in Dublin nicht teil und wollen der Konvention bis auf weiteres auch nicht beitreten. Zudem wurden in den Text der Anti-Streubomben-Konvention – auf Druck der USA und anderer Länder – Ausnahmen eingebaut.“Tagesschau.de.

Das Abkommen soll in den kommenden Tagen in Oslo unterzeichnet werden. Vielleicht kommen ja bis Weihnachten auch noch viele Bürger in den Staaten, die das Abkommen nicht unterstützen, auf die Idee Druck auf ihre Regierungen auszuüben und sie zur Unterstützung zu drängen. Man soll ja die Hoffnung nie aufgeben und unsere Zeit ist ja erklärtermaßen die, mit den rasantesten Fortschritten.

Nach Angaben der Vereinten Nationen sind derzeit ca. 110 Mio. Landminen in über 70 Ländern dieser Welt verlegt. Noch einmal die gleiche Anzahl von Minen wird weltweit in den Depots der Militärs vermutet. Auch wenn neueste Schätzungen des US-Außenministeriums „nur noch“ von 70 Mio. verlegten Minen ausgehen, wird dadurch das Landminenproblem in keinster Weise reduziert. Letztendlich ist es egal ob z.B. in einem Reisfeld eine oder zehn Minen verlegt sind. Es wird ungenutzt bleiben und den Menschen zur Bewirtschaftung nicht zur Verfügung stehen.Landminen.de.

Wirklich mies finde ich die Politik mancher Firmen. Im TV habe ich mal gesehen, daß Unternehmen, wie z.Bsp. Daimler Benz, vollständige Produktkreise angelegt haben, um an allen Kriegen optimal zu verdienen. Da werden nicht nur die Minen hergestellt und an alle Kriegsteilnehmer großzügig verkauft, sondern auch die Minenräumfahrzeuge und schließlich die Prothesen für die Minenopfer. Wie ekelig menschliche Geldgier sein kann.

Die menschliche Obsession für Geld und das krankhafte Streben nach Gewinn und Macht sind die dunklen Seiten der Wirtschaft. Diese schmerzhaften Geißeln lassen einem oft die angenehmen Seiten der Konsumgesellschaft bitter und schal werden.

Ich werde auch dieses Jahr keine Minen unter den Baum legen oder Sprengfallen in der Nachbarschaft verteilen. Kein Geld für Waffen!

Zum Abschluß noch ein kurzes Werbevideo für ein Minenräumfahrzeug. Lösungen für eine verminte Welt. Ein komisches Gefühl ist mir beim Anschauen nicht erspart geblieben.

 

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