Blinde Flecken

Werte Sinnsucher!

Die offenen Fragen, mit denen ich in mein Blog zurückgekehrt bin haben mich zu dem Gedanken geführt, daß unserer Erkenntnis Grenzen gesetzt sind. In vielfacher Hinsicht leiden wir unter dem Blinden Fleck.

Darstellung eines Auges

Normalerweise wird die Lücke im Gesichtsfeld nicht wahrgenommen, sondern kann in den bildverarbeitenden Hirnregionen ergänzt werden durch die Farben der umgebenden Bereiche und das Bild des anderen Auges (das Loch im Bild des linken Auges deckt sich nicht mit dem des rechten).

Es gibt einfach Dinge, die wir nicht Wahrnehmen können. Wir brauchen den Nächsten, damit wir den unsichtbaren Bereich in uns und in der Welt zumindest eingrenzen können.

Den Blinden Fleck finden wir im Auge. Wir können manches nicht sehen, muß man wohl daraus schließen. Besser noch, wir sollten unseren Wahrnehmungen grundsätzlich eine gesunde Skepsis entgegen bringen. Eine kleine Grafik, die ich im Netz gefunden habe, eignet sich gut, die Wirkung des Blinden Fleck im Auge einmal vorzuführen. Ein Experiment mit der eigenen Sehkraft.

Johari-FensterDies mag ein Indiz dafür sein, wie lückenhaft unser Bild der Welt ist. Doch auch das eigene Selbst ist uns oft genug schleierhaft. Eine kleine Grafik hilft, sich den Blinden Fleck in der eigenen Persönlichkeit vorzustellen.

Das Johari-Fenster ist ein Fenster bewusster und unbewusster Persönlichkeits- und Verhaltensmerkmale zwischen einem Selbst und Anderen bzw. einer Gruppe. Entwickelt wurde es 1955 von den amerikanischen Sozialpsychologen Joseph Luft und Harry Ingham. Die Vornamen dieser beiden wurden für die Namensgebung herangezogen. Mit Hilfe des Johari-Fensters wird vor allem der so genannte blinde Fleck im Selbstbild eines Menschen illustriert.

Somit dürfte klar geworden sein, daß unserer Wahrnehmung Grenzen gesetzt sind. Da wundert es auch nicht, daß nicht über alles in der Welt berichtet wird. Da muß nicht ein böser Wille dahinter stecken, wenn uns die globale Verschwörung auch oft so einleuchtend erscheint. Oft genug wird auch erst im Nachhinein deutlich das eine Nachricht bedeutsamer ist, wie sie zuerst erschien. Aber auch hier gibt es ja zum Glück Möglichkeiten Vorsorge zu treffen. Zwei Seiten habe ich noch gefunden, die uns anbieten, die im breiten Strom der massenmedien aus den verschiedensten Gründen keinen Platz gefunden haben.

Der Blinde Fleck – das Blog, verbunden mit der Initiative Nachrichtenaufklärung, über die ich ja schon geschrieben habe. Erste Aufgabe der ist, die Öffentlichkeit über alle relevanten Ereignisse und Themen zu informieren. Aber nicht immer kommen sie dieser Pflicht nach. Themen, die für viele Bürger von Bedeutung sein könnten, werden verschwiegen.

Das klingt wieder ein bisschen nach der bösen Weltverschwörung. Vielleicht ist es auch nicht immer eine Pflichtverletzung, sondern die Orientierung an Einschaltquoten, Moden oder einfach auch nur der blick für die nächste, mutmaßliche Gehaltserhöhung. Der Schlüssel ist die Relevanz. Die ist im aktuellen Moment auch nicht immer zweifelsfrei zu bestimmen. Der Blinde Fleck trifft uns schließlich alle gleichermaßen. Und wieder zeigt sich, wie wichtig unser Nächster ist, damit wir einen besseren Überblick über die Sache bekommen.

Nicht-Erschienen.de ist eine weitere Quelle sich über Nachrichten zu informieren, die es nicht auf die Schlagseite der Massenmedien geschafft haben. Aus der Selbstbeschreibung, was soll diese Webseite? Sie soll all jenen Texten ein Forum geben, die im Alltag der Zeitungs- und Zeitschriftenredaktionen untergehen. Die keine Beachtung finden, weil die Geschichten keinen aktuellen Anlass haben. Geschichten, die eigentlich gedruckt werden sollten, aber in letzter Minute rausgeflogen sind, weil irgendwo auf der Welt etwas subjektiv oder tatsächlich objektiv Wichtigeres passiert ist. Geschichten, die in kein Ressort passen – sei es inhaltlich oder stilistisch.

Es gibt zahlreiche Gründe, warum ein Artikel nicht erscheint, obwohl er lesenswert ist. Auf Nichterschienen.de können Autoren Texte veröffentlichen, die sie schweren Herzens in der Schublade deponiert haben. Und Leser erfahren, was sie in den Zeitungen und Magazinen nicht lesen konnten.
Alle Texte stammen von ausgebildeten Journalisten und Redakteuren und erfüllen die Qualitätsstandards, denen die Autoren auch anderswo gerecht werden müssen: gewissenhafte Recherche, wahrheitsgemäße Wiedergabe und stilistische Sicherheit.

In der Hoffnung Dir wieder neue Informationsquellen beschert zu haben, damit die Flut kein Ende nehme verbleibe ich

mit freundlichem Gruß

kopflast

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Ein Gedanke zu “Blinde Flecken

  1. Einen kleinen Nachtrag zum Blinden Fleck – das Blog, der Weiterlesen-Link funktioniert nicht, der Kontakt-Link ebensowenig… beim Impressum finde ich lediglich diesen Text:“Der Dummy für das Impressum.“ und die Seite auf der ich ein eigenes Thema einreichen können soll führt ins digitale Nirvana.
    Schade eigentlich….

    AntwortenAntworten

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