Hallo Mitmacher und Gruß an die Vormacher,
wird ja auch Zeit! Das Demokratie mal wieder in Mode kommt. Also die Demokratie, bei der jeder Mitmacht. Offensichtlich gibt es noch ein paar kleinere Startprobleme, doch da bin ich ganz Zuversicht. Das kriegen wir in den Griff. Jetzt wo Alles online geht, da muß der Staat mit und plötzlich muß er sich dem Volk ausliefern. Die Bewegung kommt dann von ganz alleine.
Zuerst war ich ja mal wieder von den Socken. Da haben wir schon so schöne Gesetze rund um die Steuer und dann finden gemeine Zeitgenossen doch immer wieder einen Weg sich davor zu drücken. „Bayerns oberster Datenschützer Karl-Michael Betzl ist in der Liechtenstein-Steueraffäre ins Visier der Fahnder geraten.“ – Quelle: Nachrichten-Newsticker. Die Liechtensteingeschichte mit Herrn Zumwinkel in der Hauptrolle. Selbstanzeige oder nicht? – Jetzt will sich der Kerl auch noch um die Strafe drücken. „Zumwinkel wird vorgeworfen, seit zwei Jahrzehnten mit Hilfe einer Stiftung im Fürstentum Liechtenstein Steuern hinterzogen zu haben – ein Weg den der Manager mit Sicherheit nicht allein gegangen ist. Dazu waren die Werbeaktionen von Banken aus dem Fürstentum in den vergangen Jahren zu intensiv.“ – Quelle: Faz-Net.
Auf diese Lichtensteine können Sie bauen – die Kolumnistenschweine versuchen es einmal aus der Sicht des Staates Lichtenstein zu betrachten. Wovon sonst soll so eine kleine Volkswirtschaft ihren Lebensstandart finanzieren?
„Ich weiß nicht, ob Wilhelm Busch, als er die Zeilen “Ach was muss man oft von bösen Buben hören oder lesen …” niederschrieb, vielleicht vom vielen Holzkohlestifte lutschen mehrfarbige Visionen vom Steuerverhalten honoriger Herren der deutschen Wirtschaft im Jahre 2008 hatte, ich weiß aber, dass man das kleine, sicherlich landschaftlich besonders liebenswerte Fleckchen Liechtenstein nicht an der Pranger der Schande stellen darf, nur weil es seinen dürftigen Unterhalt mit dem unversteuerten Gelde anderer Länder Leute bestreitet.„
Die Steuerfahndung hat personell aufgestockt. Das sich da keiner einer Illusion hingibt. Schließlich hängt unser Volk an der Idee von der Steuergerechtigkeit. Wer sich einsichtig zeigt kann auf ein milderes Verfahren hoffen. Da mich vielleicht nicht nur arme Schlucker lesen, hier die Sieben Tipps für eine steuerliche Selbstanzeige.
„Natürlich sind da gravierende Gerechtigkeitsprobleme berührt. Gerechtigkeit ist eine Tugend, nach der zunächst einmal der einzelne Mensch leben soll. Da sind ja nicht nur „die da oben“ angesprochen.“ – Dominikaner und Sozialethiker von der Universität Trier, Wolfgang Ockenfels im Interview mit der Faz.
Und während dessen ist auch die Steuererklärung online gegangen. Da wir in Deutschland eine der besten Verwaltungen der Welt haben, dürfte es keine sonderlichen Schwierigkeiten machen, der Steuererklärung noch ein Formblatt anzuhängen, auf dem der Steuerzahler angeben kann, wofür er seine Steuern verwendet sehen möchte. Das gäbe dem mündigen Bürger doch wirklich das Steuer in die Hand und findet auch noch regelmäßiger statt, als die bisherigen Wahltheatertournee!
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