Geschätzte Couchmuffler und Füssehochleger!
Dieses Blog kann wahrlich jeden Besuch gebrauchen. Das steigert die Motivation. Wie sieht das jedoch an einem Sonntag aus? Da will man doch eigentlich entspannen, die Woche mit ihrer Last abstreifen und noch nicht an den neuerlichen Montag denken. Das Internet wird immer schneller und bietet jede Form der geistreichen Entspannung. Einen Faible für das Dadaistische im Alltag habe ich schon seit vielen Jahren. Wen wundert es, wenn ich diesbezüglich auch über immer mehr Verweise stolpere, die herzerfrischendes aus der Zeit der 1920er präsentieren.
Hans Richter ist dem Dadaismus begegnet und dem experimentellen Film. Über dieses Treffen können wir uns heute besonders freuen.
Was es in der Wikipedia über Hans Richter zu erfahren gibt kannst Du ja ergründen nachdem Du dir den zehnminütigen Kurzfilm auf stage6.com angesehen hast.
„Wenn es wirklich so etwas wie eine Geschichte hinter „Vormittagsspuk“ gibt, dann ist es die von den Gegenständen, die gegen ihre angedachte Funktionalität und gegen die Herrschaft des Menschen rebellieren. Da sieht man vier Hüte alleine durch die Landschaft reisen. Sie brauchen keinen Besitzer, keinen Träger – Sie schweben in der Luft und demonstrieren, dass der Gegenstand über den Mann triumphieren kann. Mehr irrationale Dinge passieren: Ein Revolver wendet sich von seinem Besitzer ab, vermehrt sich und bedroht die Menschen um ihn herum. Die Türen eines Hauses gehen selbstständig auf und zu. Eine Fliege möchte nicht um den Hals ihres Eigentümers gebunden werden, und löst sich aus dessen Umklammerung. Und ein Feuerlöschschlauch wickelt sich eigenmächtig ab, um einen der Hüte auf seinem Wasserstrahl tanzen zu lassen“. – http://www.mitternachtskino.de/vormittagsspuk.htm
