Besuch einer Heimseite

Werter Avatar, Reisender im internationalen Digitalnetz,

Francis Picabia bei Wikipediaich googele mich so durch die Glasfaserkabel. Die Zeit kriecht langsam dahin. Samstag. Mit einem Klick, fast beiläufig, lande ich auf der Heimseite von Axel Tomforde. Axel hat Spaß daran das zu gestalten. Er kommt nicht mit poppigem Flash oder stylischem Web 2.0, eher ein bisschen bieder. Der schlichte Weg zum Hypertext.

Wer sich immer schon mal ein paar Fahrzeuge der Hamburger Polizei ansehen wollte, kann das dank Axel mit einem einfachen Mausklick tun. www.blaulichtfahrzeuge.de – damit hat er sich auch einen schönen Domainnamen gesichert. Axel gestaltet den Cyberspace und hat Spaß dabei. So soll es doch auch sein. Im Mai 2000 startet er bei Freenet seinen Aktivismus – die erste Heimseite. Die Bahn hat es Axel Tomforde besonders angetan, er fotographiert und dokumentiert die Dorfbahnhöfe der Republik, Fahrzeuge und Züge von Privatbahnen, Bahnhofsbilder und Eisenbahnerinnerungen, um nur einige von Axels Webaktivitäten zu nennen. Seine Frau und Söhnchen Nils sind auch schon im Internet angekommen. Das Engagement von Axel zeigt, daß man auch ohne große Effekthascherei, Programmierung oder Designflash Inhalte im Netz präsentieren kann. Axel und seine Familie haben sich ihr Stück vom globalen Kuchen markiert. Viel Zeit und Schweiss stecken in den Projekten. Vielleicht ist Familie Tomforde der Prototyp der zukünftigen deutschen Familie. Auf jeden Fall tragen die Tomfordes dazu bei, das Internet zum allgemeinen Kulturgut zu machen. Auch der banalste Alltag zeichnet sich im Internet ab und wird für kommende Generationen konserviert. In hundert Jahren können die Menschen wohl auf eine der umfassensten Sammlungen menschlichen Wissens zugreifen, die wir uns heute kaum vorstellen können. Welche Schlüsse und Erkenntnisse sich daraus gewinnen lassen werden… mir wird gerade schwindelig.

Der beste Einstieg zum Gesamtwerk des Webwerkers scheint mir www.axel-tomforde.de zu sein.

So! Jetzt erstmal einen heissen Kaffee anrichten und die Nachrichten aufsaugen, bis später…

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2 Gedanken zu “Besuch einer Heimseite

  1. hmm. Was du heute als puristisches (und damit so wertvolles?!?!) Webdesign lobpreist, hättest du gestern noch mit zynischem Gelächter bei der Müllseite vorgeschlagen.
    Orientierung auf dem Datenhighway verloren? Last exit to Dumb all Over county?
    Gestalterisch sind die erwähnten Seiten in etwa so interessant wie das Liebesleben von Knäckebrot.
    Ja, man kann Inhalte auch ohne „Effekthascherei“ und Programmierung präsentieren .. muss man aber nicht.
    Ich bin gespannt welche Nachrichten du aufgesaugt hast und uns berichten wirst. Vielleicht stößt du ja auf den Bericht zum Erfahrungsaustausch der Kölner Bordsteinkantensteinpaten oder die Statistik der umgefallenen chinesischen Reissäcke seit Anno Pief.
    So .. viele Worte hab ich geschrieben .. aber ich sehe gerade ein, etwas weniger hätte es auch getan. Also, verstehe meine Ausführungen als ein erstauntes aber überzeugtes …

    Boah, krass.

    (Und wieso kann ich hier eigentlich immer noch keine schönen bunten Smilies und anderen neckischen Schnickschnack verwenden?!?!)

    AntwortenAntworten
  2. Hallo geschätzter Peter,

    es hilft ja nix, die Menschen grob vor den Kopf zu schlagen. Ja, die Müllseite hat ihre Arbeit eingestellt. Die Designwelten von Axel sind nicht meine und sicher hätte ich ihn vorgeschlagen… aber es gibt da auch eine andere Seite, habe ich mir dann gedacht. Wenn die Masse das Internet erreicht und eingenommen hat, dann werden Webseiten aus dem Baukasten und starkt vereinfachtes Design wohl die Mehrheit der Inhalte bestimmen. ;-)
    Zudem, dachte ich, hast Du dich schon ein wenig etabliert für die harschen Worte. Deinem kritischen Blick entgeht nahezu nichts.
    Über die Statistik der Reissäcke denke ich nach… aber jetzt haben es mir gerade die Ameisen angetan. Vielleicht finde ich ja zwischen den Hobbyforschern noch ein Angebot, das die Seiten von Axel topped.

    Besten Dank für dein Erstaunen, da hat sich der Aufwand ja gelohnt. :-)

    AntwortenAntworten

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